Krieg & Frieden. Politische Bildung im Spannungsfeld

Krieg & Frieden. Politische Bildung im Spannungsfeld

IGPB-Tagung am 28./29. September in Wien.

Die politische Bildung ist spätestens seit Beginn des Angriffskrieges Russlands auf die Ukraine mit er Frage beschäftigt, wie man die Hintergründe erklären kann, wie man mit Manipulationen (etwa in den Social Media aber auch in den Mainstream-Medien) umgeht und wie es möglich ist, den Diskurs hin zu Frieden offen zu halten. Daher hat sich die Interessengemeinschaft Politische Bildung (IGPB) entschlossen, ihre Jahrestagung diesem Thema zu widmen.

Die Eröffnungs-Keynote am 28. September wird UWK-Mitarbeiterin Daniela Ingruber halten.
Die Tagung findet im Bildungsgebäude der AK Wien (Theresianumgasse 16–18, 1040 Wien) statt.
Näheres zum Programm und zur Anmeldung finden Sie hier.

Zum Inhalt der Tagung:
Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine hat es gezeigt: Konflikte und Kriege haben meist eine lange und komplexe Vorgeschichte. Politische Erklärungen für Kriege nehmen jedoch selten auf diese Bezug; sie bleiben vage und eindimensional. So entstehen Schwarz-Weiß-Bilder, die sich als Vorstellungen von Gut und Böse einprägen und für Generationen festgeschrieben werden. Die Forschung zeigt, dass die Kriegsberichtberichterstattung ebenfalls meist eine einseitige Sicht der Dinge einnimmt und sich von Objektivität entfernt, weil auch sie der Parteinahme nicht entkommt – während jene Betrachtungen schnell als gefärbt gelten, die dazu auffordern, alle Seiten anzuhören.
Kriege enden nicht von selbst. Für einen nachhaltigen Transformationsprozess hin zum Frieden muss man zunächst die Hintergründe begreifen – und diese liegen häufig sowohl historisch als auch emotional weit zurück.